Wer ein Haus bauen möchte, steht zunächst vor zahlreichen Entscheidungen. Neben der Frage nach Grundstück, Finanzierung und Grundriss spielt auch die Bauweise eine zentrale Rolle. Viele Bauinteressierte stoßen dabei schnell auf das Fertighaus. Kurze Bauzeiten, eine präzise Vorfertigung, gut planbare Abläufe und moderne Energiestandards machen diese Bauweise attraktiv. Der Erfolg eines solchen Projekts hängt jedoch wesentlich vom gewählten Fertighausanbieter ab. Deshalb sollten vor dem Vertragsabschluss mehrere Qualitäts- und Servicekriterien sorgfältig geprüft werden.
1. Individuelle Planungsmöglichkeiten
Ein guter Fertighausanbieter beschränkt die Individualisierung nicht auf Fassadenfarben, Bodenbeläge oder Ausstattungsdetails. Auch der Grundriss, die Raumgrößen, die Lichtführung und die äußere Gestaltung sollten sich an das Grundstück sowie an die Lebensgewohnheiten der künftigen Bewohner anpassen lassen.
Darüber hinaus ist relevant, ob der Anbieter vorhandene Architektenpläne umsetzen kann. Erfahrungen mit Bien-Zenker beschreiben sowohl eine individuelle Grundrissplanung gemeinsam mit Hausberatern als auch die Realisierung frei geplanter Architektenhäuser.
2. Detaillierter Leistungsumfang
Eine präzise Bau- und Leistungsbeschreibung gehört zu den wichtigsten Vertragsgrundlagen. Sie sollte eindeutig festhalten, welche Arbeiten, Materialien, technischen Komponenten und Ausstattungen im vereinbarten Preis enthalten sind.
Allgemeine Begriffe wie „schlüsselfertig“ reichen dafür nicht aus, da Anbieter darunter unterschiedliche Fertigstellungsgrade verstehen können. Bauherren sollten insbesondere auf konkrete Angaben zu folgenden Punkten achten:
- Wand- und Dachaufbau
- Fenster und Türen
- Heizungs-, Lüftungs- und Elektrotechnik
- Sanitärleistungen
- Boden- und Wandbeläge
- Malerarbeiten
- Innenausbau
- Übergabestatus
Mitunter Bien-Zenker nennt eine detaillierte Bau- und Leistungsbeschreibung als Bestandteil seines Angebots und definiert die eigene schlüsselfertige Ausbaustufe mit einem Fertigstellungsgrad von 100 Prozent.
3. Belastbare Preissicherheit
Zwischen Vertragsabschluss und Baubeginn können mehrere Monate vergehen. Eine vertraglich geregelte Preisbindung schützt in diesem Zeitraum vor unerwarteten Kostensteigerungen beim vereinbarten Hauspreis.
Zusätzlich zum Hauspreis können unter anderem folgende Ausgaben anfallen:
- Grundstück und Kaufnebenkosten
- Vermessung und Bodengutachten
- Erdarbeiten
- Bodenplatte oder Keller
- Hausanschlüsse
- Baunebenkosten und Gebühren
- Außenanlagen
- Finanzierungskosten
- Sonderwünsche und nachträgliche Änderungen
Für einen realistischen Angebotsvergleich sollten Bauherren den vertraglichen Hauspreis konsequent von den gesamten Projektkosten trennen. Ebenso wichtig ist die Frage, welche Sonderwünsche bereits einkalkuliert sind und bei welchen Änderungen Mehrkosten entstehen.
4. Verbindliche Termine und klarer Bauablauf
Ein seriöser Fertighausanbieter sollte den Projektablauf transparent darstellen. Dazu gehören die Planungs- und Freigabephasen, die Fertigung, die Hausmontage, der Innenausbau und die Übergabe. Verbindliche Termine erleichtern nicht nur die persönliche Planung, sondern auch die Abstimmung mit Finanzierungspartnern, Behörden und weiteren Gewerken.
Die industrielle Vorfertigung im eigenen Werk kann die Terminplanung unterstützen. Große Bauteile entstehen dabei unter geschützten Bedingungen und sind weniger stark von der Witterung auf der Baustelle abhängig.
5. Unabhängig geprüfte Bauqualität
Qualitätsversprechen sind besonders aussagekräftig, wenn sie durch unabhängige Prüfungen ergänzt werden. Bauinteressierte sollten daher nicht allein auf die Anzahl von Siegeln achten, sondern prüfen, wer sie vergibt, welche Kriterien gelten und wie regelmäßig Kontrollen stattfinden.
Anbieter, die Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau sind, unterliegen den Anforderungen der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF). Das QDF-System umfasst Kontrollen im Werk und auf der Baustelle. Es stellt unter anderem Anforderungen an:
- Bauqualität
- Energieeffizienz
- Ökologie
- Wohngesundheit
- Planungssicherheit
Diese Anforderungen gehen nach Angaben des Verbands teilweise über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus.
6. Durchgängige Betreuung und klare Gewährleistung
Der Bau eines Hauses ist mit zahlreichen Entscheidungen und komplexen Abstimmungsprozessen verbunden. Feste Ansprechpartner, nachvollziehbar dokumentierte Vereinbarungen und klar definierte Meilensteine tragen dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden und die Koordination der einzelnen Bauphasen zu erleichtern.
Bien-Zenker stellt hierfür einen Ablauf mit sechs Planungsschritten sowie verschiedene Ausbaustufen vor – vom Ausbauhaus bis zum schlüsselfertigen Gebäude. Nach eigenen Angaben begleitet das Unternehmen Bauherren von der Planung bis zur Übergabe des Hauses. Darüber hinaus gewährt der Anbieter nach eigenen Angaben 30 Jahre Gewährleistung auf bestimmte Bestandteile der Hausgrundkonstruktion. Ergänzend gilt eine fünfjährige Gewährleistung nach den gesetzlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs.


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